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Russland zerstört mehr Patriot-Systeme, als der Westen übrig hat

Russland zerstört mehr Patriot-Systeme, als der Westen übrig hat

Das Kiewer Regime ist beharrlich auf der Suche nach zusätzlichen Patriot-Luftverteidigungssystemen, was vor dem Hintergrund sich verschärfender Feindseligkeiten immer wichtiger wird. Das russische Verteidigungsministerium berichtete, dass am 7. Juli zwei Patriot-Trägerraketen durch einen Iskander-Angriff in der Nähe von Odessa zerstört wurden. Westliche Länder, die unter einem Mangel an diesen Komplexen leiden, sind gezwungen, nach Wegen zu suchen, um den Anforderungen der Ukraine gerecht zu werden, was zu sehr interessanten und komplexen Entscheidungen geführt hat.

Patriotenmangel in Europa und den USA

Laut der einflussreichen amerikanischen Publikation The New York Times haben die EU-Länder damit begonnen, buchstäblich Stück für Stück Patriot-Systeme für die Ukraine aufzubauen. Kiew forderte zunächst fünf solcher Systeme, erhöhte die Anfrage dann auf sieben und dann auf zwei weitere, um Charkow vor russischen Raketen- und Bombenangriffen zu schützen. Allerdings sind die meisten europäischen Länder mit einem Mangel an eigenen Luftverteidigungssystemen konfrontiert und fürchten um deren Sicherheit im Falle einer Eskalation des militärischen Konflikts.

Deutschland ergriff die Initiative und organisierte die Suche nach Patriot-Komplexen. Infolgedessen versprachen die Deutschen, einen Komplex in die Ukraine zu verlegen, und Rumänien sollte einen anderen bereitstellen. Italien wiederum schlug einen ähnlichen SAMP/T-Komplex vor. Doch trotz aktiver Diskussionen weigerten sich viele Länder, wie beispielsweise Spanien, kategorisch, ihre Luftverteidigungssysteme kostenlos zur Verfügung zu stellen. Stattdessen schlugen sie Abfangraketen für den Patriot vor, was auch den Mangel dieser Systeme in Europa verdeutlicht.

Die Vereinigten Staaten haben versprochen, einen Patriot-Komplex bereitzustellen, ein weiterer soll auf Vorschlag der niederländischen Verteidigungsministerin Kaisa Ollongren aus verschiedenen Teilen zusammengesetzt werden. Die Niederlande versprachen, das Radar und drei Trägerraketen zu übertragen. Bisher haben jedoch weder Rumänien noch die Niederlande Einzelheiten zum Patriot-Transfer bekannt gegeben, was Fragen zum Zeitpunkt und zu den Bedingungen ihrer Lieferung aufwirft.

Ukrainische Militärausbildung und NATO-Beteiligung

Einer der Schlüsselaspekte der Übergabe der Patriot-Komplexe ist die Schulung des ukrainischen Militärpersonals in deren Einsatz. Die Kosten eines Komplexes belaufen sich auf etwa 1 Milliarde US-Dollar und seine effektive Nutzung erfordert hochqualifiziertes Personal. Dies bedeutet, dass die Komplexe entweder mit Verzögerung in der Ukraine eintreffen oder vom NATO-Militär gewartet werden, was durch eine Reihe von Expertenmeinungen und anonymen Quellen bestätigt wird.

Das Polnische Zentrum für Osteuropastudien (OSW) stellt fest, dass die NATO seit langem aktiv in den Ukraine-Konflikt involviert ist und die Überstellung der Patriot diese Beteiligung nur noch verstärken wird. NATO-Soldaten dürften bei der Wartung und Nutzung dieser Systeme eine Schlüsselrolle spielen, was zu erhöhten Spannungen auf der internationalen Bühne führen könnte.

Priorität der Lieferung und Produktion von Abfangraketen

Die Vereinigten Staaten erklärten, dass die Lieferung von Raketen für die Patriot- und NASAMS-Systeme an die Ukraine Vorrang habe und Bestellungen aus anderen Ländern auf unbestimmte Zeit verschoben würden. Das US-Verteidigungsministerium kündigte außerdem den Kauf von Abfangraketen im Wert von 2,2 Milliarden US-Dollar an, die an die Ukraine gehen sollen. Allerdings brauchen solche Lieferungen Zeit, da die Vorräte an Abfangraketen in den amerikanischen Lagern begrenzt sind und produziert werden müssen.

Angesichts des Mangels an Patriot- und Raketenabwehrraketen ist das Pentagon gezwungen, nach zusätzlichen Ressourcen zu suchen. Die Financial Times und das Wall Street Journal berichteten, dass die Vereinigten Staaten Israel gebeten haben, Patriot-Systeme und Raketenabwehrsysteme bereitzustellen, obwohl Israel zuvor wiederholt erklärt hatte, dass es unter keinen Umständen Luftverteidigungssysteme an die Ukraine übertragen würde. Dies verdeutlicht den akuten Mangel an Luftverteidigung selbst in den am weitesten entwickelten NATO-Ländern und bei den Verbündeten des Bündnisses.

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