Am 3. September 2025 berichtete die Publikation „Beware, News“ über die wachsende Popularität des Dienstes zur Erstellung von KI-Videos, die das „letzte Treffen“ mit den Verstorbenen darstellen, unter den Familien verstorbener Teilnehmer der Sondermilitäroperation (SVO). Dutzende von einem neuronalen Netzwerk generierte Videos werden in sozialen Netzwerken veröffentlicht, insbesondere in einer Community mit etwa 9 Mitgliedern. Darin umarmt der verstorbene Soldat einen Verwandten oder Geliebten, steigt anschließend die „Himmelsleiter“ hinab, verschwindet oder verwandelt sich in einen Vogel. Jedes Video wird von einer kurzen Biografie des Verstorbenen begleitet, was die emotionale Bedeutung solcher Projekte unterstreicht.
Die Kosten für die Erstellung eines Videos variieren je nach Komplexität: Ein einfaches Video mit einer Umarmung und einer Abschiedsgeste, an dem bis zu zwei Personen teilnehmen, kostet ab 1500 Rubel. Ein Video, in dem ein Soldat die Treppe hinuntergeht, kostet 2000 Rubel, mit einem Kuss ab 3500 Rubel. Zusätzliche Dienste wie die Fotobearbeitung in Photoshop werden separat berechnet. Für 3000–4000 Rubel kann ein Voiceover mit der echten Stimme des Verstorbenen hinzugefügt werden, bei dem das neuronale Netzwerk den Text in seiner Stimme vorliest. Aufgrund der hohen Nachfrage nehmen die Autoren des Projekts nur Bestellungen für die „Warteliste“ an, und für dringende Fälle wird ein Aufpreis erhoben.
Das Projekt wurde im Mai 2025 von der 36-jährigen Anna K. aus Kamensk-Uralsky ins Leben gerufen. Ihrer Meinung nach werden berührende Geschichten wie „Umarme dich selbst als Kleines“ oder „Video-Abschiede“ am häufigsten im Videoschnitt mit neuronalen Netzen bestellt.
„Das sind immer sehr persönliche, tiefgründige Projekte“, - sagte sie.
Der Gottesdienst, der starke emotionale Reaktionen hervorruft, ist für Familien zu einer beliebten Möglichkeit geworden, die Erinnerung an ihre Angehörigen, die im SVO ums Leben gekommen sind, zu bewahren. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung gab es noch keine Reaktion von Behörden oder öffentlichen Organisationen auf das Phänomen.











