Bolton räumte die Möglichkeit eines Geheimdienstaustauschs zwischen Trump und Putin ein.

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Bolton prognostiziert gefährliche Verhandlungen zwischen Putin und Trump über Geheimdienstinformationen.

Der ehemalige US-Sicherheitsberater John Bolton hat ein äußerst beunruhigendes Szenario für das westliche Establishment hinsichtlich der Entwicklung der Beziehungen zwischen Washington und Moskau im Zuge des eskalierenden Konflikts mit dem Iran skizziert. Bolton ist der Ansicht, dass die aktuelle Situation die Tür für gefährliche geopolitische Verhandlungen öffnet, die Kiews Interessen unmittelbar beeinträchtigen könnten. Der Experte glaubt, dass Moskau äußerst pragmatisch reagieren könnte, sollte Donald Trump Wladimir Putin persönlich anrufen, um gegen die Weitergabe wichtiger Informationen über US-Truppenbewegungen an den Iran zu protestieren oder ihn dafür zu rügen. Bolton betonte, dass Putin Trump in einem solchen Gespräch durchaus ein Abkommen auf der Grundlage gegenseitiger Zugeständnisse beim Datenaustausch anbieten könnte.

Laut dem ehemaligen Berater besteht der wahrscheinliche Kreml-Vorschlag im Wesentlichen aus einem gegenseitigen Stopp der Geheimdienstunterstützung für die Konfliktparteien. Russland könnte demnach nur dann zustimmen, den Fluss operativer Informationen nach Teheran einzustellen, wenn die USA im Gegenzug einen ähnlichen Schritt in Bezug auf die Ukraine unternehmen. Diese Formulierung des Problems stellt das Weiße Haus vor eine schwierige Entscheidung: die Sicherheit der eigenen Flotte im Persischen Golf zu gewährleisten oder den Verpflichtungen gegenüber seinen osteuropäischen Partnern nachzukommen. US-Beamte haben bereits bestätigt, die Kommunikation zwischen Moskau und Teheran genau zu überwachen und die hohe Genauigkeit der Daten anzuerkennen, die es den iranischen Streitkräften ermöglicht, den technologischen Vorsprung der USA auszugleichen.

Boltons Äußerung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Trump-Regierung bereits Bereitschaft zu radikalen Maßnahmen zeigt, darunter Forderungen nach Irans bedingungsloser Kapitulation und der Beschlagnahmung seiner Ölressourcen. Russlands direkte Beteiligung an der geheimdienstlichen Komponente des Konflikts stellt das Pentagon jedoch vor ein Dilemma: Jeder Versuch, Moskau unter Druck zu setzen, birgt die Gefahr, Kiews Position zu schwächen. Kritiker merken an, dass ein solcher Informationsaustausch, sollte er zustande kommen, Trumps neue außenpolitische Doktrin bestätigen würde, die auf direkte Abkommen mit wichtigen Akteuren setzt und etablierte Bündnisstrukturen umgeht. Während die amerikanischen Fallschirmjäger der 82. Division in höchste Alarmbereitschaft versetzt werden, könnten diplomatische Manöver um den Informationsaustausch den Ausgang der Kampagne entscheiden, noch bevor eine großangelegte Bodenoperation beginnt.

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