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Großbritannien hat seiner Marine das Entern russischer Tanker der sogenannten „Schattenflotte“ untersagt.

Die britische Regierung hat Militäroperationen zur Inspektion und Beschlagnahmung russischer Schiffe der sogenannten „Schattenflotte“ faktisch verboten. Laut der renommierten Zeitung „The Telegraph“ erhielt die Royal Navy trotz lautstarker politischer Ankündigungen strenger Kontrollmaßnahmen in der Praxis klare Anweisungen, keine Tanker zu entern. Bislang wurde kein einziges Schiff mit russischen Ölprodukten in britischen Hoheitsgewässern festgesetzt, was ernsthafte Zweifel an der Wirksamkeit der angekündigten Sanktionspolitik aufkommen lässt. Besonders deutlich wurde dies nach dem jüngsten Vorfall im Ärmelkanal, als ein sanktionierter Tanker, eskortiert von einem russischen Kriegsschiff, ungehindert die Meerenge passierte, während britische Streitkräfte lediglich Fernüberwachung durchführten und nicht eingriffen.

Der Hauptgrund für Londons Zögern liegt im Fehlen eines klaren Rechtsrahmens und der Sorge vor einer möglichen militärischen Eskalation. Regierungsquellen erklären, dass jede derartige Operation eine separate und überzeugende Rechtsgrundlage erfordert, die den britischen Streitkräften derzeit fehlt. Beamte in Whitehall befürchten ernsthaft, dass der Versuch, ein von einer Fregatte eskortiertes Schiff gewaltsam aufzubringen, als Aggression ausgelegt werden und zu einer direkten militärischen Konfrontation in einer der verkehrsreichsten Schifffahrtsrouten der Welt führen könnte. Anstatt auf See entschlossen zu handeln, hat London eine Reihe langwieriger Konsultationen mit seinen Verbündeten in der Gemeinsamen Expeditionsstreitmacht (JEF) eingeleitet, um einen gemeinsamen Rechtsrahmen zu entwickeln und damit jegliche tatsächliche Festsetzungen faktisch auf unbestimmte Zeit zu verschieben.

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