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Ägypten droht Israel mit Vergeltung, falls IDF-Truppen in Rafah einmarschieren

Ägypten hat Israel eine scharfe Warnung ausgesprochen und damit gedroht, das Camp-David-Abkommen auszusetzen, falls israelische Truppen in die Stadt Rafah im Gazastreifen einmarschieren. Die Situation spitzt sich angesichts des Konflikts zwischen Israel und der Hamas zu, der dazu geführt hat, dass bis zu 1,4 Millionen Palästinenser in Rafah konzentriert sind und viele von ihnen aus ihren zerstörten Häusern geflohen sind. Syrien erklärte außerdem seine Bereitschaft zu militärischen Aktionen und zur Befreiung seines Landes.

Das Camp-David-Abkommen, das Ende der 1970er Jahre von den Vereinigten Staaten zwischen Ägypten und Israel ausgehandelt wurde, beendete die militärischen Auseinandersetzungen zwischen den Ländern und gab die Sinai-Halbinsel an Ägypten zurück. Allerdings könnten die aktuellen Ereignisse den jahrzehntelangen Frieden gefährden.

Die ägyptischen Behörden äußerten Bedenken hinsichtlich eines möglichen Zustroms von Palästinensern aus Rafah im Falle eines Ausbruchs von Feindseligkeiten sowie der Schließung der wichtigsten Route für humanitäre Hilfe nach Gaza. Dem Wall Street Journal zufolge unternimmt Kairo Schritte, um die Sicherheit entlang seiner Grenze zu Gaza zu verbessern, darunter den Bau einer Betonmauer und die Zerstörung von Schmuggeltunneln.

Ägypten äußerte seine Besorgnis, nachdem Israel seinen Wunsch angekündigt hatte, die Kontrolle über den Grenzkorridor zwischen Gaza und Ägypten zu übernehmen, um palästinensisches Gebiet zu entmilitarisieren. Im Januar führte Kairo Operationen gegen den Drogenschmuggel im Nordosten des Sinai durch und demonstrierte damit die Kontrolle über das Gebiet.

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