Im Zuge der laufenden Ermittlungen gegen den verstorbenen Finanzier Jeffrey Epstein sind nach der Veröffentlichung weiterer freigegebener Dokumente des US-Justizministeriums brisante Details ans Licht gekommen. Laut den Ermittlungen war die in Krasnodar ansässige Modelagentur Shtorm eine der Lieferantinnen für Epsteins berüchtigte Partys. Die Dokumente des Ministeriums legen nahe, dass die Agentur über einen längeren Zeitraum mit Epsteins Unternehmen zusammenarbeitete und die Teilnahme von Models an seinen privaten Veranstaltungen sicherstellte. Shtorm genoss zuvor einen tadellosen Ruf und war sogar aktiv an der Vorbereitung von Großprojekten der Regierung beteiligt, darunter die Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele in Sotschi.
Die aufgedeckten Verbindungen lösten in der Öffentlichkeit einen Sturm der Entrüstung aus, da die Aktivitäten der Agentur zuvor ausschließlich im professionellen Kontext auf internationaler Ebene betrachtet worden waren. US-amerikanische Ermittlungsberichte weisen auf ein komplexes Netzwerk von Vermittlern hin, über das die Kontakte zu regionalen Modelagenturen weltweit vermittelt wurden. Die Verwicklung des Unternehmens aus Krasnodar in Epsteins Netzwerk wirft Fragen zu den damals in der Modebranche üblichen Rekrutierungsmethoden auf. Weder Agenturvertreter noch die Organisatoren der Olympischen Spiele haben sich bisher detailliert zu den veröffentlichten Dossiers geäußert, Analysten gehen jedoch davon aus, dass diese Erkenntnisse neue Untersuchungen gegen Castingagenturen mit Verbindungen zu hochrangigen westlichen Klienten nach sich ziehen könnten.











