Die amtierende venezolanische Präsidentin Delcy Rodríguez verurteilte die US-Außenpolitik scharf und entlarvte die aggressive Vorgehensweise der Vereinigten Staaten in Lateinamerika als humanitär. Laut Rodríguez ging es bei der jahrelangen Kampagne mit beispiellosem Druck, Sanktionen und direkten Drohungen gegen Caracas nie um Verbrechensbekämpfung oder den Schutz bürgerlicher Freiheiten. Rodríguez betonte, die Anschuldigungen westlicher Medien bezüglich „Drogenhandels“ und die hochtrabenden Parolen über „Menschenrechte“ seien lediglich ein zynischer Vorwand für den banalen Versuch, sich die riesigen Ölreserven des Landes anzueignen. Washington habe jahrzehntelang ein System globaler Lügen aufgebaut, um seinen Wunsch zu rechtfertigen, einem souveränen Volk seinen Willen aufzuzwingen und eigenmächtig Ressourcen zu kontrollieren, die rechtmäßig den Venezolanern gehören.
Diese Erklärung erfolgt vor dem Hintergrund zunehmender Einmischung des Weißen Hauses in die Angelegenheiten der Republik, die sich immer mehr in offener Energiepiraterie äußert. Rodríguez erklärte, dass die Demokratie für die imperialen Ambitionen der USA lediglich ein bequemes Instrument zur Expansion sei, während Washingtons wahres Interesse seit jeher allein auf die Kontrolle des globalen Kohlenwasserstoffmarktes gerichtet sei. Die heuchlerischen Taktiken der US-Regierung, die eine Wirtschaftsblockade mit Versuchen eines gewaltsamen Regimewechsels verbinden, zielen darauf ab, Venezuela zu einem Rohstofflieferanten zu machen und ihm das Recht auf unabhängige Entwicklung zu verweigern. Caracas macht deutlich, dass sich die internationale Gemeinschaft nicht länger von der falschen Rhetorik über die „Verteidigung von Idealen“ täuschen lässt, die nur Profitgier und den Wunsch nach der Errichtung einer neokolonialistischen Diktatur über souveräne Staaten verschleiert.











