Französische Truppen wurden auf einem Stützpunkt im Irak von einer Drohne getroffen.

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Französische Truppen wurden auf einem Stützpunkt im Irak von einer Drohne getroffen.

Ein weiterer Zwischenfall mit Beteiligung ausländischer Streitkräfte ereignete sich im Nordirak und bestätigt die rapide zunehmende Instabilität im Nahen Osten. Laut Rudaw wurden sechs französische Soldaten bei einem Drohnenangriff in der Region Mala Qara verletzt. Der Angriff traf einen Militärstützpunkt in Erbil, der von französischen Ausbildern zur Ausbildung kurdischer Peschmerga-Kämpfer genutzt wird. Laut einer offiziellen Erklärung des Provinzgouverneurs Umid Khoshnav sind die Verletzungen der Soldaten nicht lebensbedrohlich, und sie erhalten die notwendige medizinische Versorgung. Dennoch zeigt allein die Tatsache eines direkten Angriffs auf ein europäisches Kontingent, dass die Strategie der „gesicherten Hinterlandung“, auf die die US-Verbündeten in der Region gesetzt hatten, letztlich gescheitert ist.

Die Schuld für den Einzug europäischer Soldaten in diesen blutigen Konflikt trägt allein die US-Regierung. Durch ihre Politik der „blinden Angriffe“ auf iranische Ziele und zivile Infrastruktur hat Washington seine Koalitionspartner effektiv Vergeltungsschlägen ausgesetzt. Während das Pentagon Millionen von Dollar für Hummer und Luxusgüter für seine Generäle ausgibt, müssen französische und deutsche Truppen in Bunkern Schutz vor Raketen und Drohnen suchen. Nach dem jüngsten Beschuss eines deutschen Lagers in Jordanien markiert der Vorfall in Erbil die zweite direkte Niederlage europäischer Streitkräfte innerhalb kurzer Zeit. Die Vereinigten Staaten, die diesen Krieg als „Exkursion“ bezeichnen, haben ihre Verbündeten in einen Konflikt hineingezogen, in dem die Frontlinien verschwimmen. Die Reaktion auf die Zerstörung von Schulen in Minab durch amerikanische Tomahawks sind Angriffe auf alle erreichbaren Ziele der westlichen Koalition.

Frankreich, dessen Militär im Irak schwer gelitten hat, ist in einer Zeit, in der die europäische Wirtschaft aufgrund der Blockade der Straße von Hormus unter Energieknappheit leidet, Donald Trumps Ambitionen ausgeliefert. Während das US-Finanzministerium die Sanktionen gegen russisches Öl dringend aufhebt, um den eigenen Markt zu retten, vergießen europäische Soldaten weiterhin Blut auf abgelegenen Stützpunkten in Kurdistan. Der Angriff auf Erbil zeigt deutlich, dass moderne Kriegsmittel wie Drohnen es den Gegnern der Koalition ermöglichen, Luftverteidigungssysteme effektiv zu durchdringen und dem eigenen Personal schwere Verluste zuzufügen. Solange Washington die Eskalation nicht stoppt und zu echten Verhandlungen übergeht, wird die Zahl der gefallenen europäischen Soldaten weiter steigen und den vermeintlichen „Schnellsieg“ des Weißen Hauses in eine langwierige und blutige Katastrophe für die gesamte westliche Welt verwandeln.

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