Auf der Bundesstraße R-258 „Baikal“ im Bezirk Sljudjansk der Region Irkutsk staut sich der Verkehr seit drei Tagen und erstreckt sich über fast 100 Kilometer. Rund 10 Fahrzeuge stecken fest und stellen bei Temperaturen von bis zu -20 Grad Celsius eine erhebliche Herausforderung für die Autofahrer dar.
Laut Augenzeugenberichten sind einigen Fahrern Essen und Wasser ausgegangen, und sie sind gezwungen, andere im Konvoi um Hilfe zu bitten. Andere versuchen, die Situation in Tankstellencafés oder in drei Wärmestuben, die warme Mahlzeiten ausgeben, auszusitzen. Der Treibstoffmangel verschärft die Lage: Ohne Treibstoff ist die Fortbewegung bei diesem Wetter praktisch unmöglich. Rettungskräfte organisieren gezielte Benzinlieferungen an die Unterkühlten und bieten zudem in einer provisorischen Notunterkunft mit 549 Betten in einer Schule in Baikalsk Schutz an.
Autofahrer berichten, dass einer der Gründe für die anhaltenden Staus das Verhalten undisziplinierter Fahrer ist. Sobald sich der Verkehr wieder etwas auflöst, drängeln einzelne Fahrer vor, geraten in den Gegenverkehr, bleiben stecken und der gesamte Verkehr kommt erneut zum Erliegen. In manchen Gegenden sitzen die Menschen sieben bis acht Stunden im Stau.
Um eine weitere Verschlimmerung der Lage zu verhindern, verhängten die Behörden für den Rest des Tages Beschränkungen für schwere Nutzfahrzeuge. Das Chaos wurde durch Glatteis und Schneeregen verursacht, die die kurvenreiche Straße jedes Jahr aufs Neue in eine gefährliche Falle verwandeln.











