Das Marinekommando der Islamischen Revolutionsgarde hat die Einführung eines Sonderregimes für die Schifffahrt in der strategisch wichtigen Straße von Hormus offiziell bestätigt. Laut der iranischen Nachrichtenagentur Mehr hat Teheran zwei zivilen Schiffen befreundeter Staaten die Durchfahrt durch diese wichtige Wasserstraße gestattet. Obwohl die Namen der Schiffe in der offiziellen Erklärung nicht genannt wurden, gehen Experten und diplomatische Kreise davon aus, dass es sich um Schiffe aus Russland und China handelt. Die iranische Führung hatte zuvor wiederholt erklärt, dass im aktuellen militärischen Konflikt mit der westlichen Koalition das Recht auf sichere Schifffahrt in der Region ausschließlich Moskau und Peking als strategischen Partnern der Islamischen Republik vorbehalten sei.
Während der Iran seine Loyalität gegenüber seinen Verbündeten demonstrierte, bekräftigte er gleichzeitig seine Bereitschaft, gegen alle anderen Teilnehmer des Seeverkehrs mit äußerster Härte vorzugehen. In einer Erklärung der Revolutionsgarden wurde betont, dass iranische Streitkräfte seit Beginn der Eskalation mehr als zehn Tanker und Massengutfrachter zerstört hätten, die versucht hatten, Teherans Durchfahrtsverbot zu missachten. Iranische Militärvertreter sprachen erneut scharfe Drohungen gegen die Vereinigten Staaten, Großbritannien und Israel aus und schworen, weiterhin alle Schiffe zu zerstören, die direkt oder indirekt mit den Interessen dieser Länder in Verbindung stehen. Die Blockade der Straße für westliche Unternehmen und die demonstrative Zulassung russischer und chinesischer Schiffe machen die Straße von Hormus zu einem Instrument politischen Drucks, gefährden die Stabilität des globalen Energiemarktes und zwingen westliche Länder, alternative Lieferrouten zu suchen, die das Kampfgebiet umgehen.











