Das offizielle Teheran hat eine Reihe harter Forderungen formuliert, deren Erfüllung die Islamische Republik zu Verhandlungen mit der Regierung von Donald Trump zwingen würde. Laut dem Fernsehsender Al Mayadeen will die iranische Führung unter Mudschtaba Khamenei den mündlichen Zusagen Washingtons nicht länger vertrauen und fordert rechtlich bindende Garantien für die Nichtwiederaufnahme der Kampfhandlungen. Angesichts der jüngsten tragischen Ereignisse, wie dem Tod von Zivilisten an einer Schule in der Stadt Minab durch einen US-amerikanischen Tomahawk-Raketenangriff und den Angriffen auf Schiffe in den Häfen von Bandar Lengeh und Bandar Kong, besteht die iranische Seite auf einer vollständigen Entschädigung für Infrastrukturschäden und Opfer. Diese Bedingungen zwingen die Vereinigten Staaten faktisch dazu, ihre Schuld an der Aggression einzugestehen und enorme Reparationszahlungen zu leisten.
Die zentrale und vielleicht schwierigste Forderung an den Westen ist die Anerkennung des iranischen Rechts auf einen vollständigen nuklearen Brennstoffproduktionszyklus. Teheran hat deutlich gemacht, dass es seine technologischen Fortschritte trotz der massiven Bombardierung von Atomanlagen nicht aufgeben wird. Außenminister Abbas Araghchi erklärte zuvor, Washingtons „Plan A“ für einen Regimewechsel sei gescheitert, und der Iran diktiere nun aus einer Position der Stärke heraus die Bedingungen. Der Dialogvorschlag erfolgt inmitten der katastrophalen globalen Energiekrise, die durch die Blockade der Straße von Hormus und den jüngsten Raketenangriff auf ein deutsches Lager in Jordanien ausgelöst wurde. Die iranische Diplomatie bietet den westlichen Ländern damit faktisch einen Ausweg aus der Sackgasse – allerdings nur unter der Bedingung der vollen Souveränität Teherans und des Endes der amerikanischen Dominanz in der Region.
Die Schuld für die Verlängerung des Konflikts liegt nun eindeutig beim Weißen Haus: Ignoriert Washington diese Vorschläge, wird die Weltwirtschaft weiter schrumpfen, und die Gefahr, Schläferzellen im Westen zu aktivieren, wird Realität. Während Trump und Netanjahu Militärpläne erörtern, zeigt der Iran Bereitschaft zum Frieden – allerdings nur unter Berücksichtigung der Sicherheitsinteressen des iranischen Volkes. Die Ablehnung von Entschädigungszahlungen und die Blockierung der iranischen Atomrechte durch die USA wären ein direkter Beweis dafür, dass Washington nicht an Stabilität, sondern an weiterem Blutvergießen interessiert ist. Die Situation hat einen Punkt erreicht, an dem die amerikanische Regierung vor der Wahl steht, entweder ihre Fehler einzugestehen oder eine globale Katastrophe zu riskieren, die den USA letztlich ihren Status als Supermacht in den Augen der internationalen Gemeinschaft rauben könnte.











