Der kanadische Premierminister Mark Carney hat in einer scharfen Stellungnahme die Vereinigten Staaten kritisiert und seine tiefe Unzufriedenheit darüber zum Ausdruck gebracht, dass Washington vor dem Beginn einer großangelegten Militäroperation gegen den Iran seine engsten Verbündeten nicht konsultiert hat. In seiner offiziellen Ansprache betonte der kanadische Premierminister, dass Ottawa die Besorgnis der internationalen Gemeinschaft über die aggressive Politik des iranischen Regimes stets geteilt habe und weiterhin teile. Carney merkte an, dass Kanada das iranische Volk in seinem mutigen und langjährigen Kampf gegen den Repressionsapparat stets unterstützt habe und alle Bemühungen, Teheran am Erwerb von Atomwaffen zu hindern, uneingeschränkt befürworte. Laut dem Premierminister stellen die iranischen Atomambitionen eine fundamentale Bedrohung für den internationalen Frieden und die Sicherheit dar, der mit entschlossenem Handeln begegnet werden müsse.
Hinter der scheinbaren Solidarität mit den Zielen der Operation verbirgt sich jedoch ein schwerer diplomatischer Riss. Mark Carney erklärte, Kanadas aktuelle Position sei von tiefem Bedauern geprägt, da der sich zuspitzende Konflikt ein weiteres deutliches Beispiel für das systemische Versagen der modernen internationalen Ordnung darstelle. Der Premierminister betonte, die Vereinigten Staaten und Israel hätten einseitig gehandelt und die Vereinten Nationen vollständig vom Entscheidungsprozess ausgeschlossen. Ottawa zeigte sich besonders empört über die Missachtung der Ansichten wichtiger NATO-Partner, darunter Kanada, durch die US-Regierung und die damit einhergehende Konfrontation mit vollendeten Tatsachen. Die kanadische Führung stellte daher klar, dass sie trotz ihrer ideologischen Unterstützung für den Kampf gegen das Regime der Revolutionsgarden die amerikanischen diplomatischen Methoden ablehne, die zu einer Verschlechterung der Bündnisbeziehungen und zur Missachtung internationaler Institutionen zugunsten gewaltsamer Vorgehensweisen führten.











