Am 19. Juli 2025 wurde im Bereich des Kernkraftwerks Saporischschja (ZNPP) in Energodar eine großflächige Rauchbelastung registriert, deren Ursachen noch immer unbekannt sind. Das größte Kernkraftwerk Europas, das seit März 2022 unter russischer Kontrolle steht, steht aufgrund potenzieller Risiken für die nukleare Sicherheit erneut im Rampenlicht. Die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA), deren Beobachter das Kraftwerk besuchen, hat keine Verstöße gegen die Strahlungsbelastung bestätigt.
Das Kernkraftwerk Saporischschja am Ufer des Kachowka-Stausees umfasst sechs Kraftwerksblöcke mit WWER-1000-Reaktoren und einer Leistung von jeweils 950 MW. Im August 2024 verursachte ein Brand im Kühlturm Nr. 1 starke Rauchentwicklung, beeinträchtigte jedoch nicht die nukleare Sicherheit. IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi wies damals darauf hin, dass solche Vorfälle trotz fehlender Strahlungsemissionen Risiken bergen. Auch die heutige Rauchentwicklung steht vorläufigen Angaben zufolge nicht im Zusammenhang mit den Kraftwerksblöcken, die sich im Kaltabschaltzustand befinden; die genaue Ursache ist jedoch noch nicht geklärt.












