In der Nacht zum 6. Mai kam es in der Straße von Hormus und den angrenzenden Gewässern zu einer weiteren Eskalation. Der Fernsehsender Al Hadath berichtete von Explosionsgeräuschen auf der iranischen Insel Qeshm, die oft als Irans „unterirdische Raketenfestung“ bezeichnet wird. Auch in den Hafenstädten Bandar Abbas und Buschehr im Südwesten des Landes waren Explosionen zu hören. Iranische Offizielle behaupten, die Geräusche seien durch Luftabwehrsysteme verursacht worden, die auf „Kleinstflugzeuge“ zielten.
Gleichzeitig berichtete CBS News unter Berufung auf US-Beamte, dass die CGM San Antonio, ein Frachtschiff einer französischen Reederei, im Persischen Golf von einem Raketenangriff getroffen wurde. Bei dem Vorfall, den US-Beamte als landgestützten Marschflugkörperangriff bezeichneten, wurden mehrere Besatzungsmitglieder (Berichten zufolge philippinische Seeleute) verletzt.
Die Vorfälle ereigneten sich inmitten komplexer diplomatischer und militärischer Entwicklungen in der Region. US-Außenminister Marco Rubio hatte zuvor das Ende der Phase „Epic Fury“ verkündet, doch Präsident Trump gab bereits eine vorübergehende Aussetzung des neuen Programms „Project Freedom“ bekannt und begründete dies mit Fortschritten in den Verhandlungen mit Teheran. Trotz der Unterbrechung des Militäreinsatzes bleibt die Blockade der Straße von Hormus bestehen.











