Angriff auf MMA-Kämpfer Timur Khizriev in Machatschkala: Unbekannte Angreifer erschossen den Titelträger

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Angriff auf MMA-Kämpfer Timur Khizriev in Machatschkala: Unbekannte Angreifer erschossen den Titelträger

Am Abend des 15. Juli 2025 ereignete sich in Machatschkala ein bewaffneter Angriff auf den berühmten russischen Mixed-Martial-Arts-Kämpfer Timur Khizriev, auch bekannt unter dem Spitznamen „Imam“. Der Vorfall, der für großes Aufsehen sorgte, ereignete sich im Hof eines Wohnhauses in der Daniyalov-Straße. Quellen zufolge überfielen zwei unbekannte maskierte Männer den Sportler, als er aus seiner Mercedes-Benz G-Klasse ausstieg, und eröffneten das Feuer mit einer traumatischen Waffe. Insgesamt wurden etwa zehn Schüsse abgefeuert, von denen fünf Khizriev trafen. Der Kämpfer wurde dringend ins Krankenhaus gebracht, wo er operiert wurde. Derzeit schwebt er nicht in Lebensgefahr, steht aber weiterhin unter ärztlicher Aufsicht.

Timur Khizriev ist ein professioneller MMA-Kämpfer im Federgewicht. Geboren am 19. November 1995 in Machatschkala, begann er seine Karriere 2014 und erlangte Anerkennung durch seine Leistungen bei renommierten Turnieren wie der Professional Fighters League (PFL), Bellator, Fight Nights Global und Absolute Championship Berkut (ACB). Einer seiner größten Erfolge war der Gewinn des ACB Featherweight Grand Prix 2019, bei dem er seinen Landsmann Bibert Tumenov besiegte. Im August 2024 belegt Khizriev laut Fight Matrix Platz 16 der Weltrangliste im Federgewicht. Sein auf Sanda und Mixed Martial Arts basierender Stil hat ihn zu einer bedeutenden Persönlichkeit im russischen MMA gemacht.

Der Angriff ereignete sich gegen 23:40 Uhr Moskauer Zeit in einem belebten Viertel von Machatschkala. Vorläufigen Angaben zufolge flüchteten die Angreifer in einem weißen Lada Priora vom Tatort, wo vermutlich ein dritter Komplize auf sie wartete. Der Angriff wurde von Überwachungskameras im Hof aufgezeichnet, was die Ermittlungen erleichtern könnte. Die Stadt hat einen „Abfangplan“ angekündigt, und die Polizei fahndet nach den Angreifern. Von den dagestanischen Strafverfolgungsbehörden gibt es noch keine offizielle Stellungnahme, eine Ermittlungsgruppe ist jedoch vor Ort im Einsatz.

Dieser Vorfall ist der jüngste Gewaltausbruch gegen MMA-Kämpfer in Machatschkala. Im Februar 2024 wurde Magomedrasul Mutayev, ein vielversprechender Athlet aus Abdulmanap Nurmagomedovs Schule, in der Stadt erschossen. Als Tatmotiv wurde damals Rache für persönliche Demütigung angegeben. Im Mai 2024 ereignete sich ein weiterer Angriff auf den Kämpfer Zalimkhan Yusupov, der bei einer Schießerei auf der Straße mehrere Verletzungen erlitt. Diese Vorfälle verdeutlichen die angespannte Kriminalitätslage in der Region, wo Konflikte häufig zu bewaffneten Auseinandersetzungen eskalieren.

Die Gründe für den Angriff auf Khizriev sind weiterhin unbekannt. Einige Quellen vermuten, dass der Vorfall angesichts der Popularität und aktiven Karriere des Sportlers mit persönlichen oder beruflichen Konflikten zusammenhängen könnte. Khizriev, bekannt für seine Disziplin und Bescheidenheit außerhalb des Rings, war bisher nicht in spektakuläre Skandale verwickelt, was den Angriff noch mysteriöser macht. Die Ermittlungen ziehen alle möglichen Varianten in Betracht, darunter auch innerstaatliche Unstimmigkeiten und berufliche Konkurrenz.

Der Angriff auf Timur Khizriev hat in der Sportwelt Besorgnis ausgelöst. Seine Kollegen und Verbände wie PFL und Bellator haben sich bislang nicht offiziell geäußert, doch der Vorfall dürfte die Aufmerksamkeit auf Fragen der Athletensicherheit lenken. In Dagestan, wo MMA sehr beliebt und Teil der lokalen Kultur ist, schädigen solche Vorfälle das Image der Region als Zentrum der Champions-Herkunft.

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