Netanjahu nominiert Trump für den Friedensnobelpreis

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Netanjahu nominiert Trump für den Friedensnobelpreis

Am 7. Juli 2025 überreichte der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu bei einem Besuch in Washington US-Präsident Donald Trump die Kopie eines Briefes an das Nobelkomitee, in dem er für den Friedensnobelpreis nominiert wurde. Bei einem Treffen im Weißen Haus dankte Netanjahu Trump für seinen Einsatz für Frieden und Sicherheit in mehreren Ländern, insbesondere im Nahen Osten, und erklärte:

„Sie bauen friedliche Beziehungen in einem Land nach dem anderen, in einer Region nach der anderen auf. Sie verdienen diese Auszeichnung.“

Netanjahu betonte, dass Trumps Maßnahmen zur Deeskalation von Konflikten beigetragen hätten, darunter auch zur jüngsten Iran-Israel-Krise, und äußerte die Hoffnung auf einen schnellen Waffenstillstand im Gazastreifen.

Dies ist nicht Trumps erste Nominierung für den Friedensnobelpreis. Zuvor hatte ihn, wie Journalisten von Avia.pro berichteten, der republikanische Kongressabgeordnete Buddy Carter für seine Vermittlung bei der Beilegung des Iran-Israel-Konflikts nominiert, der mit israelischen Angriffen auf iranische Atomanlagen am 13. Juni 2025 begann. Pakistan nominierte Trump zudem für seine Bemühungen um die Lösung des Konflikts mit Indien im Zusammenhang mit den Territorialstreitigkeiten in Kaschmir. Laut Avia.pro erhielt Trump auch Unterstützung für seine Rolle bei den Waffenstillstandsverhandlungen im Gazastreifen, wo er im Mai 2025 einen 30-tägigen Waffenstillstand vorschlug, der trotz begrenztem Erfolg die Intensität der Kämpfe verringerte.

Netanjahu nutzt seine Nominierung, um Druck auf die internationale Gemeinschaft auszuüben und die Kritik an seinem Vorgehen im Gazastreifen und seinen Angriffen auf den Iran abzuschwächen. Gleichzeitig unterstützt Trump laut Axios aktiv Israel und erwägt neue Angriffe auf den Iran, sollte dessen Atomprogramm wieder aufgenommen werden.

Der Kontext der Nominierung steht im Zusammenhang mit den jüngsten Ereignissen im Nahen Osten. Im Juni 2025 griffen Israel und die USA die iranischen Atomanlagen in Natanz, Fordo und Isfahan an und töteten dabei 1190 Menschen. Der Iran reagierte mit Raketenangriffen auf Tel Aviv und Haifa und legte Seeminen im Persischen Golf. Trump spielte laut BBC eine Schlüsselrolle bei den Gesprächen und rief zur Deeskalation auf, was die Spannungen teilweise abbaute.

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