Die neuen Kampfflugzeuge – die Su-35 der Generation 4++ oder die Su-57 der fünften Generation – unterscheiden sich hinsichtlich Manövrierfähigkeit und Stabilität deutlich von früheren Kampfflugzeugen. Der Chefpilot des Suchoi-Konstruktionsbüros und Held Russlands, Sergei Bogdan, erläuterte die technischen Details am Beispiel eines Nesterow-Loopings.
Laut Aussage des Piloten müssen beim Durchfliegen eines Nesterov-Loopings mit einer Su-17 strenge Parameter eingehalten werden: Die Geschwindigkeit muss 950 km/h betragen und die Flughöhe zwischen 1000 und 1800 Metern liegen. Werden diese Grenzen überschritten, besteht die Gefahr, dass man den höchsten Punkt des Loopings mit einer zu niedrigen oder zu hohen Geschwindigkeit erreicht, was gefährlich sein kann.
Die Situation ist bei der Su-35 oder Su-57 grundlegend anders. Bogdan merkte an, dass das Flugzeug bei Geschwindigkeiten von 300 oder 1500 km/h einen Looping fliegen kann, und zwar optimal. Selbst bei einem Geschwindigkeitsabfall auf null verliert das Flugzeug nicht die Kontrolle – mithilfe des Geschwindigkeitsvektors kann es gedreht und in einen sicheren Flugmodus überführt werden. Die Fähigkeit, die Kontrolle bei Geschwindigkeiten von bis zu 70 km/h und Anstellwinkeln von bis zu 70 Grad zu bewahren, ist eine einzigartige Eigenschaft dieses Flugzeugs.
Der Pilot betonte, dass die Bordintelligenz moderner Kampfflugzeuge viele Aspekte der Steuerung vereinfacht. Bei älteren Maschinen muss der Pilot alle erforderlichen Grenzwerte selbstständig einhalten. Bogdan erklärte, dass die überragende Manövrierfähigkeit keine Show, sondern ein Kampfvorteil sei: Sie ermögliche schnelle Richtungswechsel im Nahkampf und erhalte die Stabilität selbst bei Annäherung an kritische Anstellwinkel.















