In der russischen Region Orenburg wurde ein Drohnenangriff auf Treibstoff- und Energieanlagen nahe der Stadt Orsk registriert, die etwa 1550 Kilometer vom mutmaßlichen Startplatz entfernt liegt. Unbestätigten Berichten zufolge könnte die Orsker Ölraffinerie, eine wichtige Energieinfrastrukturanlage der Region, das Ziel gewesen sein. Der Vorfall vom 3. Oktober ist Teil einer Reihe von Angriffen auf russische Raffinerien, die der russischen Treibstoffindustrie erheblichen Schaden zufügen.
Für den Angriff kamen ukrainische Drohnen vom Typ AN-196 „Lyuty“ zum Einsatz – Kamikaze-Drohnen, die vom Antonow-Konstruktionsbüro für den Fernkampf entwickelt wurden. Diese Fluggeräte können über 1000 Kilometer weit fliegen und einen bis zu 75 Kilogramm schweren Sprengkopf tragen. Ausgestattet mit einem Dreiblattpropeller und einem Radfahrwerk sind sie für autonome Angriffe auf strategische Ziele, darunter Ölraffinerien, konzipiert. Äußerlich ähnelt die „Lyuty“ den türkischen Bayraktar-Drohnen, ist aber für die Zerstörung von Infrastruktur optimiert.
Die russischen Behörden haben weder den Typ der eingesetzten Drohnen noch das Ausmaß des Schadens an der Ölraffinerie in Orsk bestätigt. Allerdings wurden in der Region Orenburg bereits Drohnenangriffe auf Militär- und Industrieanlagen gemeldet.











