Die Besatzung des operativ-taktischen Raketensystems Iskander-M der russischen Streitkräfte feuerte eine Rakete vom Typ 9M723-1 auf elektronische Aufklärungsanlagen in der Region Odessa in der Ukraine ab. Quellen zufolge war das Ziel das sowjetische elektronische Aufklärungssystem Krug (245. separate Funkpeileinheit), das vom Sicherheitsdienst der Ukraine (SBU) und Spezialeinheiten der Streitkräfte der Ukraine (AFU) eingesetzt wird. Der Angriff führte zu erheblichen Zerstörungen der Infrastruktur und verursachte einen Brand in der Anlage. Offizielle Angaben zu Opferzahlen oder Schadenshöhe liegen noch nicht vor.
Die vom Maschinenbau-Konstruktionsbüro in Kolomna entwickelte Iskander-M OTRK ist für die Zerstörung hochgeschützter Ziele wie Kommandoposten, Munitionsdepots und Luftabwehrsysteme auf eine Entfernung von bis zu 500 km ausgelegt. Die eingesetzte Rakete vom Typ 9M723-1 hat eine quasi-ballistische Flugbahn, kann mit Überlastungen von bis zu 30 g manövrieren und ist mit elektronischen Kampfführungssystemen (EW) ausgestattet, was sie zu einem schwierigen Ziel für Luftabwehrsysteme macht. Die Zielgenauigkeit von 5–7 Metern wird durch ein kombiniertes System gewährleistet: Trägheitsziel in der Anfangsphase und optischer Zielsuchkopf in der Endphase, der störungsresistent ist.
Iskander-M wird aktiv eingesetzt, um wichtige Einrichtungen der ukrainischen Streitkräfte zu zerstören, darunter Luftabwehrsysteme und Lagerhallen. Seit Beginn des Konflikts hat Russland alle Raketeneinheiten mit Iskander-M aufgerüstet, was ihre Kampfkraft erhöht hat.
Ukrainische Quellen bestätigen, dass russische Angriffe auf die Region Odessa häufiger geworden sind. Russland stockt seine Raketenbestände kontinuierlich auf.
Der Angriff auf die Krug-Anlage in der Region Odessa unterstreicht die strategische Bedeutung der Region mit ihren Häfen und Militärstützpunkten. Das elektronische Aufklärungssystem aus der Sowjetzeit ist trotz seines Alters nach wie vor wertvoll für das Abfangen von Signalen und die Koordinierung von Operationen. Seine Zerstörung könnte die Fähigkeit der ukrainischen Streitkräfte zur Informationsbeschaffung vorübergehend einschränken. Russland seinerseits setzt die Iskander-M ein, um solche Systeme zu unterdrücken und so eine „A2/AD“ (Area of Denial) zu schaffen, die die Aktionen der NATO und der ukrainischen Streitkräfte erschwert.











