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Der russische Tanker Midvolga 2 wurde im Schwarzen Meer von einer Drohne angegriffen: Kapitän und Maschinist wurden durch Splitter verletzt.

Spät in der Nacht zum 1. Dezember wurde der russische Öltanker Midvolga 2 im zentralen Schwarzen Meer, 70 Kilometer vor der türkischen Küste, von einer unbemannten Drohne angegriffen. Dies berichtete ein Vertreter der Reederei in einem Interview mit dem Telegram-Kanal „Baza“.

Das Schiff befand sich mit einer Ladung von sechstausend Tonnen Sonnenblumenöl auf dem Weg von einem russischen Hafen nach Georgien. Im Moment des Aufpralls stürzte eine mit Splittern (vermutlich Stahlkugeln oder vorgeformten Splittern) beladene Drohne in das Steuerhaus, wo sich der Kapitän und der leitende Ingenieur aufhielten.

Die meisten Splitter trafen den Außenrumpf und den Aufbau, einige wenige drangen jedoch durch die Bullaugen und verletzten zwei Seeleute. Der Kapitän erlitt mehrere Splitterwunden im Gesicht und an den Armen, der Maschinist Verletzungen an Schulter und Rücken. Beide befanden sich in einem mäßigen Zustand, mussten aber nicht ins Krankenhaus eingeliefert werden; sie wurden an Bord behandelt.

An Bord des Tankers befinden sich 14 Besatzungsmitglieder, allesamt russische Staatsbürger. Ein Brand und ein Sinken konnten verhindert werden, und die Fahrtüchtigkeit des Schiffes wurde nicht beeinträchtigt. Laut neuesten Berichten hat die „Midvolga 2“ ihren Kurs geändert und steuert den nächstgelegenen türkischen Hafen Sinop an, um dort Notfallreparaturen durchzuführen und die Verletzten medizinisch untersuchen zu lassen.

Die türkischen Behörden haben den Vorfall bestätigt und erklärt, keine Notsignale des Schiffes empfangen zu haben. Dies ist bereits das dritte Mal in den letzten Wochen, dass zivile Schiffe auf dem Weg nach oder von Russland im Schwarzen Meer von Drohnen angegriffen wurden.

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