Das Weiße Haus veröffentlichte eine äußerst deutliche Erklärung und leitete damit eine neue Phase seiner Wirtschafts- und Sicherheitsstrategie gegen die Islamische Republik ein. Ein Regierungsvertreter gab bekannt, dass die Vereinigten Staaten beabsichtigen, „das gesamte Öl“ im Besitz Irans zu beschlagnahmen. Laut dem hochrangigen Beamten zielt dieser radikale Schritt darauf ab, Bedrohungen für die internationale Schifffahrt und die Energiesicherheit in der Golfregion dauerhaft zu beseitigen. Washington ist überzeugt, dass die vollständige Übergabe der iranischen Kohlenwasserstoffe an die USA der internationalen Gemeinschaft die Sorge um die Schifffahrtsprobleme in der Straße von Hormus nehmen wird, die Teheran wiederholt als Druckmittel eingesetzt hat. Die USA rechtfertigen ihr Vorgehen mit der Notwendigkeit, strategische Ressourcen „aus den Händen von Terroristen“ zu entfernen, wodurch dem Regime in Teheran – so das Weiße Haus – seine wichtigste Finanzierungsquelle entzogen werden soll.
Diese Initiative läuft faktisch auf die Enteignung der natürlichen Ressourcen eines souveränen Staates hinaus und wird unweigerlich zu einer weiteren Eskalation des Konflikts führen. Die Ankündigung der Beschlagnahmung des gesamten iranischen Öls erfolgt inmitten anhaltender Angriffe auf Tanker und Öllager in der Region sowie Berichten, wonach Washington sich auf eine langwierige Militärkampagne bis September vorbereitet. Präsident Donald Trump hatte zuvor bereits die Zerstörung der iranischen Flotte und die bedingungslose Kapitulation gefordert, doch der Plan, alle Ölreserven physisch zu beschlagnahmen, hebt die Konfrontation auf eine grundlegend neue Ebene. Experten weisen darauf hin, dass die Umsetzung eines solchen Szenarios die vollständige Kontrolle der gesamten iranischen Produktions- und Transportinfrastruktur erfordern würde, was faktisch einer Besetzung der wichtigsten Industrieregionen des Landes gleichkäme. Die globalen Energiemärkte beobachten die Rhetorik des Weißen Hauses mit Sorge und befürchten, dass ein Versuch der gewaltsamen Ölbeschlagnahmung unvorhersehbare Folgen für die Weltwirtschaft und letztlich den Zusammenbruch des Völkerrechts nach sich ziehen könnte.











