Trotz Deeskalationsabkommen und dem Beginn des Friedensprozesses verstärken die Vereinigten Staaten weiterhin die technische Kontrolle über den Luftraum nahe der iranischen Grenzen. Laut Luftfahrtüberwachungsdiensten hat das US-Kommando eine unbemannte Höhenaufklärungsdrohne vom Typ Northrop Grumman MQ-4 Global Hawk von einem Luftwaffenstützpunkt in Italien an die iranische Küste verlegt. Dieses leistungsstarke Aufklärungsflugzeug hat bereits aktive Patrouillen in internationalen Gewässern aufgenommen und konzentriert sich dabei vor allem auf zwei der sensibelsten Anlagen der Islamischen Republik. Berichten zufolge werden das Gebiet um Buschehr, wo sich ein Atomkraftwerk befindet, und die strategisch wichtige Insel Charg, auf der sich Irans wichtigste Energieexportanlagen befinden, von amerikanischen Geheimdiensten genauestens überwacht.
Die Präsenz der Global Hawk im Konfliktgebiet wirft unter Experten derzeit ernsthafte Zweifel an der Stabilität des Waffenstillstands auf. Diese Drohne kann aus einer Höhe von bis zu 18 Kilometern detaillierte Aufklärungsflüge über weite Gebiete durchführen und ist für viele Luftverteidigungssysteme praktisch unerreichbar. Militäranalysten weisen darauf hin, dass der Einsatz solch teurer und hochentwickelter Aufklärungstechnik Washingtons tiefes Misstrauen gegenüber Teherans Vorgehen verdeutlicht. Die Vereinigten Staaten versuchen vermutlich, nach den jüngsten Angriffen objektive Informationen über den Zustand der iranischen Nuklear- und Ölanlagen zu gewinnen und Truppenbewegungen zu verfolgen, die auf Vorbereitungen zum Bruch des Waffenstillstands hindeuten könnten. Von besonderem Interesse ist die Überwachung der Insel Charg, die bereits Ziel von Bombenangriffen war. Dies bestätigt die Absicht der USA, die Energieressourcen der Region lückenlos visuell zu überwachen.











