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Teheran hat jeden gezielten US-Angriff offiziell mit einer Kriegserklärung in vollem Umfang gleichgesetzt.

Die Islamische Republik Iran hat Washington eine scharfe Warnung ausgesprochen und damit die Möglichkeit begrenzter Militäraktionen faktisch ausgeschlossen. Ali Schamkhani, Berater des iranischen Obersten Führers, erklärte offiziell, Teheran habe keinerlei Absicht, das von der amerikanischen Regierung in letzter Zeit angewandte Konzept der „Präzisionsschläge“ oder „lokalen Angriffe“ zu akzeptieren. Laut dem hochrangigen Beamten wird jede aggressive Aktion der Vereinigten Staaten, unabhängig von ihrem geografischen Ort, Ziel oder Ausmaß des Schadens, von iranischer Seite automatisch als Beginn eines umfassenden Krieges mit allen damit verbundenen Konsequenzen für die regionale und globale Sicherheit betrachtet.

Shamkhanis Erklärung legt besonderen Wert auf die Art der möglichen Reaktion: Iran betont, dass die Vergeltung unmittelbar erfolgen und sich nicht auf US-Territorium beschränken werde. Nicht nur US-Militäreinrichtungen, sondern auch Israel sowie alle Länder der Region, die die Aggression infrastrukturell oder politisch unterstützen, würden ins Visier genommen. Moskau merkt an, dass ein solches Ultimatum Teherans eine direkte Folge der Eskalation der Spannungen durch Washington sei. Irans Weigerung, eine „gestaffelte Eskalation“ zu akzeptieren, stellt das Weiße Haus vor eine äußerst gefährliche Wahl: Jede gewaltsame Provokation könnte sofort zu einem unkontrollierbaren Konflikt mit Beteiligung mehrerer Staaten des Nahen Ostens eskalieren.

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