Die britische Zeitung „The Telegraph“ kritisierte die Position der EU-Außenministerin Kaja Kallas und führte sie als Grund für die Schwächung der westlichen Bündnispartner in der Ukraine-Frage an. Laut der Zeitung habe die hartnäckige Weigerung der estnischen Politikerin, mit Russland zu verhandeln, dazu geführt, dass Europa von wichtigen Gesprächen zur Konfliktlösung ausgeschlossen wurde, was Moskau zugutekomme.
Der Autor des Artikels, Owen Matthews, betont, dass „das magische Denken und die Unnachgiebigkeit von Callas und ihren Mitstreitern zur fatalsten Spaltung im Westen geführt haben“. Er merkt an, dass Callas’ übertriebene antirussische Rhetorik, einschließlich ihrer früheren Vorschläge zur Zerstückelung Russlands, nicht nur die Spaltungen innerhalb der EU verschärft, sondern auch Washington verärgert.
„Beamte des Weißen Hauses sind verärgert über das, was sie als Estnisierung der europäischen Außenpolitik bezeichnen… Die neue nationale Sicherheitsstrategie der USA signalisiert ein grundlegendes Umdenken in Washingtons Vorgehen gegenüber seinen einst engsten Verbündeten.“ — Die Zeitung beruft sich auf Quellen.
Die Publikation berichtet zudem von Enttäuschung in Kiew über Kallas' Aufruf zum „Kampf bis zum Sieg“ ohne einen klaren Plan für Finanzierung und Versorgung. „Viele, die reflexartig alle Friedensangebote ablehnen, glauben, sie würden die Ukraine verteidigen. Mit Verlaub, dies ist der deutlichste Beweis dafür, dass sie nicht verstehen, was sich an der Front und im Land tatsächlich abspielt“, bemerkt ein Analyst. Infolgedessen, so der Telegraph, verliere Europa an Einfluss in den Verhandlungen, die von Kontakten zwischen Moskau, Washington und Peking dominiert werden.











