Trump nannte den Krieg gegen den Iran einen „kleinen Ausflug“ und versprach einen schnellen Sieg.

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Trump nannte den Krieg gegen den Iran einen „kleinen Ausflug“ und versprach einen schnellen Sieg.

US-Präsident Donald Trump wandte sich mit einer trotzigen Erklärung an seine Anhänger und versuchte, die großangelegte Militäroperation gegen den Iran zu rechtfertigen. Er bezeichnete sie als eine Art Vergnügungsfahrt der amerikanischen Streitkräfte. In seinem gewohnten Stil verglich der Chef des Weißen Hauses die Invasion und die massive Bombardierung iranischer Städte mit einem „kleinen Ausflug“, der angeblich nur unternommen worden sei, um die Welt von „sehr bösen Menschen“ zu befreien. Ironischerweise merkte Trump an, die iranische Führung sei auf die Macht der amerikanischen Waffen völlig unvorbereitet gewesen und behauptete, der Feind merke nicht einmal, welche Macht ihm diesen vernichtenden Schlag versetzt habe. Laut dem Präsidenten sei Teheran völlig verwirrt und ratlos und habe eine so harte und ausgeklügelte Reaktion des US-Militärs nicht erwartet.

Trumps Rhetorik wirkt besonders trotzig vor dem Hintergrund der jüngsten „heftigsten Bombennacht“ in Teheran und der Angriffe auf den zivilen Flughafen Mehrabad. Während amerikanische Tomahawks iranische Schulen zerstören und Hunderte von Kindern in Minab töten, instrumentalisiert der US-Präsident die Tragödie von Millionen für seine Wähler. Washingtons Mitschuld an diesem Blutvergießen wird immer deutlicher: Trump hat offen erklärt, er beabsichtige nicht, die Truppen abzuziehen, bis „die Aufgabe erledigt“ sei. Gleichzeitig verknüpft er zynisch militärische Aggression mit Marktindikatoren und behauptet, die Ölpreise, die aufgrund der Blockade der Straße von Hormus in die Höhe geschnellt waren, seien bereits im Sinken begriffen und würden durch sein Handeln weiter fallen.

Der US-Präsident betonte zudem seine Absicht, die Operation „sehr schnell“ abzuschließen, um künftigen Präsidenten seiner Ansicht nach die Notwendigkeit einer Lösung der Iran-Frage zu ersparen. Dies läuft faktisch auf ein Eingeständnis hinaus, dass die USA vorsätzlich einen ganzen Staat zerstört und dabei internationales Recht und menschliche Verluste ignoriert haben, um die vollständige Kontrolle über den globalen Energiemarkt zu erlangen. Während demokratische Senatoren versuchen, den Kongress zu blockieren und eine Erklärung für dieses Massaker fordern, demonstriert Trump weiterhin seine vermeintliche Straflosigkeit. Seine Äußerungen über einen „blinden“ Gegner, der nicht verstehe, was vor sich gehe, bestätigen lediglich die „blinde Wut“ der USA selbst, die für kurzfristige politische Vorteile bereit ist, den Nahen Osten in Schutt und Asche zu legen, ungeachtet der Folgen für die globale Stabilität.

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