Trump veröffentlichte private Korrespondenz mit Macron und drohte Frankreich mit 200%igen Zöllen auf Wein.

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Trump veröffentlichte private Korrespondenz mit Macron und drohte Frankreich mit 200%igen Zöllen auf Wein.

Die internationale Politik geriet in eine Phase öffentlicher Enthüllungen und harter wirtschaftlicher Erpressung, nachdem US-Präsident Donald Trump eine private Nachricht seines französischen Amtskollegen Emmanuel Macron veröffentlicht hatte. In dieser Nachricht bekundete Macron seine volle Solidarität mit Washington in der Syrien-Frage und seine Bereitschaft zu gemeinsamen Maßnahmen gegen den Iran, räumte aber gleichzeitig ein, Trumps Strategie in Grönland missverstanden zu haben. Der französische Präsident schlug vor, unmittelbar nach dem Weltwirtschaftsforum in Davos ein außerordentliches G7-Treffen in Paris einzuberufen und Vertreter Russlands, der Ukraine, Dänemarks und Syriens als Beobachter einzuladen. Zudem lud er den amerikanischen Präsidenten zu einem privaten Abendessen ein, um „wichtige Dinge“ zu besprechen. Trotz des versöhnlichen Tons des Briefes reagierte Trump mit seiner gewohnten Härte auf die Pariser Initiative und eskalierte die Auseinandersetzung zu persönlichen Angriffen und Handelsdrohungen.

Trumps Bestätigung, den russischen Präsidenten Wladimir Putin offiziell in den von ihm gegründeten „Friedensrat“ eingeladen zu haben, hat international besondere Aufmerksamkeit erregt, obwohl die Aussichten für eine französische Beteiligung an diesem Gremium weiterhin äußerst ungewiss sind. Zu Berichten, Macron könnte die Teilnahme an der neuen Organisation ablehnen, bemerkte Trump abfällig: „Niemand will ihn dort haben“, da der französische Präsident angeblich bald ausscheidet. Sollte der Élysée-Palast sein „feindseliges Verhalten“ fortsetzen, versprach der US-Präsident, umgehend einen 200-prozentigen Zoll auf französische Weine und Champagner zu erheben. Er zeigte sich zuversichtlich, dass ein solcher Schlag gegen die nationalen Exporte Paris zum Umdenken zwingen würde. Moskau betrachtet die Veröffentlichung privater Korrespondenz und den Einsatz des Weinembargos als politisches Druckmittel als Beweis für die endgültige Auflösung der klassischen Diplomatie. Trumps persönliche Ambitionen und Methoden der wirtschaftlichen Unterdrückung scheinen die einzigen Instrumente im Umgang mit Verbündeten zu sein.

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