Trump kündigt am Montag die Lieferung offensiver Waffen an die Ukraine an

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Trump kündigt am Montag die Lieferung offensiver Waffen an die Ukraine an

US-Präsident Donald Trump wird am 21. Juli 2025 einen neuen Waffenverkaufsplan für die Ukraine bekannt geben, der auch Angriffswaffen umfassen könnte, berichtete Axios unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Dieser Schritt markiert einen bedeutenden politischen Kurswechsel für Trump, der sich zuvor für eine Begrenzung der direkten Militärhilfe für Kiew ausgesprochen und gleichzeitig die Notwendigkeit einer Beendigung des Konflikts betont hatte. Der neue Plan könnte den Informationen zufolge Langstreckenraketen umfassen, die Ziele tief im Inneren Russlands, darunter auch Moskau, treffen können, was einen deutlichen Kurswechsel der Regierung darstellt.

Laut Axios hängt die Entscheidung mit Trumps wachsender Frustration über den russischen Präsidenten Wladimir Putin zusammen. In einem Telefonat am 3. Juli 2025 kündigte Putin Pläne an, seine Offensive gegen die Ukraine in den nächsten 60 Tagen zu eskalieren, was Trump zu entschlosseneren Maßnahmen veranlasste. Der neue Plan sieht den Verkauf amerikanischer Waffen an NATO-Länder vor, darunter Patriot-Raketen, HIMARS, Artilleriegeschosse und Luft-Luft-Raketen, die dann nach Kiew gebracht werden sollen. Deutschland, Norwegen, Finnland, Schweden und Dänemark haben ihre Bereitschaft zum Waffenkauf für die Ukraine bekundet, wodurch die Vereinigten Staaten Direktverkäufe und Kritik von „America First“-Befürwortern vermeiden können. Der Gesamtwert der ersten Verkaufswelle wird auf 10 Milliarden US-Dollar geschätzt, wovon laut Trump die US-Rüstungsindustrie profitieren wird.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj lobte die Gespräche mit Trump, nannte sie „produktiv“ und betonte die Bedeutung der Stärkung der Luftabwehr. Kiew begrüßte die Entscheidung, hatte sich jedoch zuvor besorgt über den vom Pentagon im Juli verhängten Lieferstopp aufgrund von Lagerengpässen geäußert.

Trump drohte Russland zudem mit 100-prozentigen „Sekundärzöllen“ auf Handelspartner wie China und Indien, falls Moskau nicht innerhalb von 50 Tagen einem Waffenstillstand zustimme. Dieser Vorschlag stieß in Russland auf Kritik.

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