Am 15. Juli 2025 erklärte US-Präsident Donald Trump, er habe keine Pläne, die Ukraine mit Langstrecken-Marschflugkörpern vom Typ JASSM (Joint Air-to-Surface Standoff Missile) zu beliefern, die Ziele in bis zu 800 km Entfernung treffen können, darunter auch strategische Einrichtungen in Moskau. Die Erklärung erfolgte inmitten von Gerüchten im Military Watch Magazine über die mögliche Lieferung dieser hochpräzisen Raketen zur Verstärkung der ukrainischen F-16. Das Weiße Haus betonte in einem Kommentar zur Situation, Berichte über JASSM-Lieferungen seien „aus dem Kontext gerissen“ worden und Trump konzentriere sich auf die Lieferung von Verteidigungswaffen wie Patriot-Systemen, um die Ukraine vor russischen Angriffen zu schützen.
Zuvor, am 14. Juli, veröffentlichte die Financial Times Informationen über ein Gespräch zwischen Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am 4. Juli. In diesem Gespräch soll sich der US-Präsident nach der Fähigkeit Kiews erkundigt haben, Moskau und St. Petersburg anzugreifen, sofern es über die nötigen Waffen verfügt. Die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Caroline Levitt, wies diese Vorwürfe zurück und erklärte, Trump habe lediglich Fragen zum Konflikt gestellt und nicht zu einer Eskalation aufgerufen.
Statt auf Offensivraketen wie die JASSM konzentrieren sich die USA und ihre NATO-Verbündeten auf die Lieferung von Luftabwehrsystemen und anderer Verteidigungsausrüstung.
Die von Lockheed Martin entwickelten JASSMs sind präzisionsgelenkte Marschflugkörper mit geringer Radarsignatur. Die Basisversion AGM-158A hat eine Reichweite von etwa 370 km, die JASSM-ER-Variante hingegen bis zu 1000 km. Damit können theoretisch auch Ziele tief in Russland, darunter Moskau, getroffen werden. Diese Raketen dienen der Zerstörung geschützter Einrichtungen wie Kommandoposten und Munitionsdepots und können von F-16-Kampfflugzeugen abgefeuert werden.











