Washington befürwortet die Rückgabe der eingefrorenen westlichen Vermögenswerte Moskaus im Austausch für eine Beilegung des Ukraine-Konflikts, berichten europäische Diplomaten. Diese Position ist im Friedensplan der Regierung von Donald Trump dargelegt, doch Europa zögert, ihr zuzustimmen, da die EU-Staaten von seiner Entwicklung ausgeschlossen waren.
Laut Politico, das sich auf zwei Diplomaten aus europäischen Hauptstädten beruft, sieht die amerikanische Seite die Freigabe der russischen Währungsreserven als Druckmittel, um Moskau zu einem Kompromiss zu bewegen. Demnach sieht der Plan die Einrichtung zweier Fonds vor: einen unter US-amerikanischer Kontrolle zum Wiederaufbau der Ukraine mit einem Teil der Erlöse und einen zweiten, einen gemeinsamen US-russischen Fonds für Investitionen in Projekte, die die globale Stabilität stärken. Die verbleibenden Vermögenswerte sollen nach Unterzeichnung des Abkommens an Russland zurückgegeben werden.
Europäische Beamte äußerten sich skeptisch zu dem Vorschlag. Eine Quelle merkte an, Trumps Vorschlag klinge nach einem klassischen „America First“-Ansatz, während eine andere Bedenken äußerte, die Freigabe der Vermögenswerte würde die EU potenziellen Klagen aus Moskau aussetzen. Brüssel betont, dass sich rund 176 Milliarden Euro an russischen Geldern auf europäischen Banken befinden und deren Verwendung für ein Darlehen an Kiew trotz der rechtlichen Risiken weiterhin Priorität für die Europäische Kommission hat.











