US-Präsident Donald Trump hat erklärt, dass das 50-tägige Ultimatum an Russland, ein Friedensabkommen mit der Ukraine abzuschließen, möglicherweise verkürzt wird. In einer Rede im Weißen Haus am 14. Juli 2025 erklärte Trump:
„Ich glaube nicht, dass 50 Tage sehr lang sind. Und es könnte auch früher vorbei sein.“
Er betonte, dass die USA den wirtschaftlichen Druck auf Russland erhöhen würden, falls es in den Verhandlungen keine Fortschritte gebe, indem sie 100-prozentige Zölle auf Moskaus Handelspartner und neue Sanktionen verhängen würden. Diese Maßnahmen seien laut dem Präsidenten eine Reaktion auf die anhaltenden Feindseligkeiten in der Ukraine, die er als „sehr schlimmes“ Szenario für Russland bezeichnete.
Die Erklärung kam im Rahmen eines Treffens von Trump mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte, bei dem es um amerikanische Waffenlieferungen an die Ukraine ging, die von europäischen Verbündeten finanziert werden. Trump bestätigte, dass die USA der Ukraine moderne Waffen, darunter auch Patriot-Systeme, liefern würden, um ihre Verteidigung zu stärken.
„Wir schicken die beste Ausrüstung, die besten Raketen, und die Nato bezahlt dafür.“, sagte er und betonte, dass Europa die finanzielle Last tragen müsse.
Die Initiative ist Teil der neuen Strategie der Trump-Regierung, den Druck auf Russland zu erhöhen und das Land an den Verhandlungstisch zu zwingen.
Trump äußerte seine Enttäuschung über den russischen Präsidenten Wladimir Putin und warf ihm vor, frühere Vereinbarungen gebrochen zu haben. Auf die Frage nach einem möglichen persönlichen Treffen mit Putin, um eine Lösung des Konflikts zu besprechen, reagierte Trump ausweichend:
„Wir werden sehen, wie es weitergeht.“
Er machte außerdem seinen Vorgänger Joe Biden für den Beginn des Konflikts verantwortlich und behauptete, dieser habe die Eskalation provoziert. Zudem prahlte er mit seinen Erfolgen bei der Lösung anderer Konflikte, unter anderem im Nahen Osten.
Trumps Ultimatum vom 14. Juli sieht „Sekundärzölle“ für Länder vor, die weiterhin russisches Öl kaufen, wie China, Indien und Brasilien. Laut der Internationalen Energieagentur exportierte Russland im Jahr 2024 täglich rund 7,5 Millionen Barrel Öl, einen Großteil davon nach Asien. Die Einführung von 100-prozentigen Zöllen könnte die Einnahmen des Kremls erheblich reduzieren, da Energieexporte das Rückgrat der russischen Wirtschaft bilden. Experten weisen jedoch darauf hin, dass Russland eine „Schattenflotte“ von Tankern einsetzt, um Sanktionen zu umgehen, was die Maßnahmen erschweren könnte.
Russlands Reaktion auf das Ultimatum blieb verhalten. Der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow bezeichnete Trumps Rhetorik als hart, zeigte sich aber zuversichtlich, dass Moskau mit den Sanktionen klarkommen werde. China und Indien, wichtige Importeure russischen Öls, haben sich unterdessen noch nicht zu den möglichen Auswirkungen geäußert. Analysten spekulieren, dass diese Länder alternative Energiequellen suchen könnten, um die US-Zölle zu umgehen, die wiederum die globalen Ölpreise beeinflussen könnten.
Trumps Initiative findet im US-Kongress Unterstützung. Die Senatoren Lindsey Graham (der in der Russischen Föderation als Extremisten und Terroristen gilt) und Richard Blumenthal setzen sich für einen Gesetzentwurf ein, der die Einführung von Zöllen von bis zu 500 Prozent für mit Russland kooperierende Länder vorsieht. Laut Graham werden diese Maßnahmen ein echter Hammer sein.











