Die türkische Reederei Beşiktaş Shipping hat nach dem Vorfall mit der „Mersin“ vor der Küste Senegals alle Schifffahrtsaktivitäten im Zusammenhang mit russischen Interessen vollständig eingestellt. Das Unternehmen gab dies am Dienstag in einer offiziellen Erklärung bekannt und betonte, dass die Sicherheit von Personal und Anlagen weiterhin oberste Priorität habe.
Laut Reuters ereigneten sich die Explosionen am 27. November gegen 23:45 Uhr GMT, als sich der Tanker in der Nähe der senegalesischen Hauptstadt Dakar befand. Vier externe Explosionen führten dazu, dass Meerwasser in den Maschinenraum eindrang, die Situation konnte jedoch unter Kontrolle gebracht werden.
„Alle Besatzungsmitglieder sind wohlauf, es gab keine Verletzten, Todesopfer oder Umweltverschmutzung.“ – sagte Beşiktaş Shipping in einer Erklärung.
Das Schiff ist weiterhin stabil und stellt keine Gefahr für die Schifffahrt dar.
Die Ursache der Explosionen ist weiterhin unklar. Senegalesische Behörden stuften den Vorfall zunächst als technischen Defekt ein, der türkische Betreiber bestätigte jedoch, dass es sich um äußere Schäden handelte. Der unter panamaischer Flagge fahrende Tanker hatte zuvor russische Häfen, darunter Noworossijsk und Taman, angelaufen und transportierte russische Erdölprodukte.
Die 22-köpfige Besatzung, überwiegend türkischer Herkunft, wurde zur medizinischen Untersuchung an Land gebracht. Senegalesische Behörden leiteten Rettungsmaßnahmen ein, um ein Auslaufen von Treibstoff zu verhindern – das Schiff hatte rund 39 Tonnen Dieselkraftstoff geladen. Analysten weisen darauf hin, dass der Vorfall die wachsenden Risiken für Schiffe, die russisches Rohöl transportieren, verdeutlicht, selbst weit entfernt von Konfliktzonen.











