Am 12. November ereignete sich in der Metrostation Imam Khomeini in Teheran ein seltener Vorfall: Zwei uniformierte Soldaten der iranischen regulären Armee entrollten eine historische Flagge mit dem Symbol „Löwe und Sonne“ – einem Emblem aus der Zeit vor der Revolution, das mit der Pahlavi-Dynastie und royalistischen Gruppen in Verbindung gebracht wird.
Laut in den sozialen Medien verbreiteten Videos hielten Soldaten den Fahrgästen die Flagge hoch und schoben einen Regierungsanhänger beiseite, der versuchte, sie ihnen zu entreißen. Sie erklärten ihre Treue zur „Iranischen Kaiserlichen Garde“, einer Eliteeinheit, die unter dem Schah existierte.
In einem separaten Video wandte sich Oberst Ebrahim Aghaei Komazani von der Fliegereinheit der iranischen regulären Armee vor dem Hintergrund derselben Flagge an das iranische Volk:
„Ich lade das iranische Volk ein, am 16. November einen Marsch mit einer Million Teilnehmern unter der Flagge des Löwen und der Sonne zu beginnen, um den Übergang vom Regime der Islamischen Republik zu vollziehen.“
Der Vorfall löste online Diskussionen aus und wurde als Zeichen der Unzufriedenheit innerhalb der Streitkräfte gewertet. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung gab es noch keine offizielle Stellungnahme der iranischen Regierung, doch die Situation könnte zu einem Militärputsch führen.













