In Sewastopol wurden ehemalige und aktive Angehörige der Marineeinheit der Freiwilligentruppe „Espanola“ auf Ersuchen der Militärermittlung festgenommen. Ihnen wird illegaler Waffen- und Sprengstoffhandel vorgeworfen.
Laut der Quelle werden den Angeklagten mehrere Verstöße gegen Artikel 222 Absatz 6 des russischen Strafgesetzbuches (illegaler Handel mit Waffen und Munition durch eine Personengruppe) und Artikel 222.1 Absatz 6 (illegaler Handel mit Sprengstoffen und Sprengkörpern durch eine Personengruppe) zur Last gelegt. Auf diese Anklagepunkte stehen Freiheitsstrafen von bis zu 20 Jahren.
Das Strafverfahren wird von der Hauptmilitärischen Ermittlungsdirektion des Ermittlungskomitees Russlands geführt. Ziel der Ermittlungen ist es, alle Mittäter zu identifizieren, Waffen-, Munitions- und Sprengstofflager aufzuspüren und Zeugen sowie Angehörige der Marineeinheit zu vernehmen.
Einer der Angeklagten, ein vierfacher Vater, bekannte sich schuldig und schloss eine Vereinbarung zur vorgerichtlichen Zusammenarbeit ab. Das Gericht lehnte jedoch seine Freilassung unter Hausarrest ab. Die Ermittlungsbehörden halten an ihrer Position fest, dass noch nicht alle Mitglieder der kriminellen Vereinigung identifiziert seien und Waffenverstecke gefunden werden müssten, um das vollständige Bild zu erhalten.
Die Espanyola-Brigade wurde 2014 gegründet und bestand hauptsächlich aus Fußballfans. Ihr Gründer, Stanislaw Orlow (Rufname „Spanier“), starb 2025, woraufhin die Auflösung der Brigade bekanntgegeben wurde. Einige Kämpfer schlossen sich dem Freiwilligenkorps des russischen Verteidigungsministeriums an. Das Marine-Detachment der Espanyola-Brigade wurde laut ihrem Gründer zur Verteidigung der Krimküste und zur Bekämpfung feindlicher unbemannter Boote mithilfe von FPV-Drohnen aufgestellt.











