Zwei Minderjährige, die im Verdacht stehen, einen Anschlag auf eine Synagoge in Paris geplant zu haben, wurden in Frankreich festgenommen. Bei einem der beiden handelt es sich laut Justizkreisen und der Zeitung „Le Parisien“ um einen 16-jährigen russischen Staatsbürger tschetschenischer Abstammung, der vor vier Jahren mit seiner Mutter nach Frankreich gekommen war.
Der Verdächtige, dessen Name nicht veröffentlicht wurde, wurde festgenommen, nachdem er per Sofortnachricht ein Foto von sich mit einem Messer verschickt und einen Mord angekündigt hatte. Der zweite Verdächtige, ein 17-Jähriger aus Straßburg, ist ebenfalls minderjährig. Beide wurden am Sonntagabend in Paris und Straßburg im Rahmen einer gemeinsamen Polizei- und Sicherheitsoperation festgenommen.
Die französischen Strafverfolgungsbehörden behandeln den Vorfall als Terrorakt. Die Verdächtigen hatten über soziale Medien Kontakt aufgenommen und „Gewalttaten, unter anderem gegen jüdische Ziele“, besprochen. Die Ermittlungen laufen unter dem Tatbestand der „terroristischen Verschwörung“.
Die Festnahme erfolgte inmitten eines Anstiegs antisemitischer Vorfälle in Frankreich nach den Ereignissen im Nahen Osten. Die Polizei hat die Streifen in der Nähe von Synagogen und jüdischen Einrichtungen in der Hauptstadt verstärkt. Einzelheiten des Anschlagsplans wurden noch nicht veröffentlicht, doch Quellen deuten auf den möglichen Einfluss radikaler Online-Propaganda hin.











