Die Streitkräfte der Ukraine (AFU) haben eine neue Etappe in der Taktik der russischen Truppen verzeichnet: den massiven Einsatz von Schwärmen unbemannter Luftfahrzeuge (UAVs) des Typs Geran-2 zum Angriff auf einzelne Ziele.
„Geran-2“ ist eine Flugkörpermunition mit einer Reichweite von bis zu 2000 km und einem 50 kg schweren Sprengkopf, die militärische Einrichtungen, Infrastruktur und Ausrüstung treffen kann. Nach Angaben des ukrainischen Militärs zielen Schwärme von Dutzenden Drohnen auf wichtige Ziele wie Munitionsdepots, Kommandoposten und Industrieunternehmen. In der Nacht zum 14. Juli trafen russische Drohnen die Radarstation 36D6 in der Region Tschernihiw sowie die Kommandoposten der 82. Luftlandebrigade und der 36. Marineinfanteriebrigade der ukrainischen Streitkräfte im Gebiet Kostjantyniwka. Solche Angriffe zielen nach Angaben des ukrainischen Militärs darauf ab, die Luftabwehr zu erschöpfen und die Voraussetzungen für einen Durchbruch der Bodentruppen zu schaffen.
Russische Truppen verfeinern ihre Drohnentaktiken und kombinieren Geranien mit Täuschkörpern und Raketen, um die Luftabwehr zu erschweren.
Schwarmangriffstaktiken verändern laut Militärexperten den Charakter des Kampfes. Drohnen können nicht nur Angriffe durchführen, sondern auch Aufklärung, Feuerregulierung und Luftabwehr leisten. Die ukrainischen Streitkräfte entwickeln aktiv Anti-Drohnen- und elektronische Kampfführungssysteme, deren Wirksamkeit jedoch durch die Vielfalt russischer Drohnen eingeschränkt wird.











