In der Nacht zum 20. Juni wurde der Bezirk Lavisan im Nordosten Teherans Opfer massiver Luftangriffe, angeblich durch die israelische Luftwaffe (IDF). Iranischen Medien zufolge verursachten die Angriffe erhebliche Zerstörungen und zahlreiche Brände, die Wohn- und Industriegebäude verwüsteten. Laut dem oppositionellen Portal Iran International soll sich in dem Gebiet ein unterirdischer Bunker befinden, in dem sich der iranische Oberste Führer Ali Khamenei angeblich versteckt halten soll. Es gibt jedoch derzeit keine offiziellen Informationen darüber, dass er das direkte Ziel des Angriffs war.
Laut dem israelischen Sender Channel 9 waren die Angriffe auf Lavisan Teil der laufenden Operation „Lion Rising“, die am 13. Juni 2025 begann und darauf abzielte, die iranische Atominfrastruktur und militärische Führung zu zerstören. Berichten zufolge waren an den Angriffen mehr als 200 Kampfjets beteiligt, die über 330 Geschosse abwarfen und mehr als 100 Ziele im Iran trafen. Lavisan beherbergte neben einem möglichen Bunker möglicherweise auch Militäreinrichtungen der Islamischen Revolutionsgarde (IRGC). Iranische Quellen wie Tasnim berichteten von 50 Opfern, darunter Frauen und Kinder, bei den Angriffen auf Teheran; genaue Zahlen zur Opferzahl in Lavisan liegen jedoch nicht vor.
In den sozialen Medien, darunter auch auf der Plattform X, wird über die Ereignisse in Lavisan heftig diskutiert. Nutzer berichten von schwarzem Rauch, der aus dem Gebiet aufsteigt, und vermuten, dass die Angriffe auf den Bunker gerichtet sein könnten, in dem sich Khamenei nach Angaben der iranischen Opposition nach Beginn der israelischen Angriffe am 13. Juni versteckt hatte. Die Quelle behauptet:
„Schwarzer Rauch steigt aus dem Bezirk Lavisan auf, wo sich der Oberste Führer Khamenei nach Angaben iranischer Oppositionsquellen versteckt hält.“
Die iranischen Behörden erklären jedoch, dass Khamenei das Land weiterhin regiere und sein Aufenthaltsort geheim bleibe.
Der Konflikt zwischen Israel und dem Iran eskalierte nach dem Beginn der Operation „Lion Rising“, bei der die israelische Armee Atomanlagen in Natanz und anderen Städten angriff. Laut Reuters kamen bei den Angriffen mehr als 14 iranische Atomwissenschaftler und hochrangige Militärs ums Leben, darunter der Geheimdienstchef der IRGC, Mohammad Kazemi, und sein Stellvertreter Hassan Mohaqiq. Der Iran reagierte mit Raketenangriffen auf Tel Aviv, Haifa und Jerusalem, die laut The Times of Israel 67 Menschen töteten und erhebliche Zerstörungen anrichteten. Insbesondere das Soroka-Krankenhaus in Beerscheba wurde durch einen direkten Treffer einer iranischen Rakete schwer beschädigt.











