Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) beteiligten sich aktiv an Militäroperationen gegen den Iran an der Seite der USA und Israels, darunter ein Angriff auf eine iranische Ölraffinerie auf der Insel Lavan Anfang April 2026. Dies berichtete das Wall Street Journal (WSJ) unter Berufung auf anonyme, mit den Geheimdienstinformationen vertraute Quellen. Laut dem Bericht erfolgte der Angriff unmittelbar nach der offiziellen Waffenstillstandsverkündung durch US-Präsident Donald Trump, jedoch bevor der Waffenstillstand tatsächlich in Kraft trat.
Die Angriffe erfolgten Berichten zufolge als Vergeltung für frühere iranische Angriffe auf die Vereinigten Arabischen Emirate. Im Verlauf des Konflikts feuerte der Iran mehr als 2800 Raketen und Drohnen auf die Emirate ab – deutlich mehr als auf jedes andere Land, einschließlich Israel. Die Emirate bestreiten jedoch offiziell jegliche Beteiligung an Offensivoperationen gegen Teheran.
Analysten sehen in diesen Maßnahmen einen grundlegenden Strategiewechsel Abu Dhabis, das den Iran nun als Paria-Staat betrachtet, der sein Wirtschafts- und Sozialmodell zerstören will. Zusätzlich zu den Luftangriffen schlossen die Emirate iranische Einrichtungen in Dubai, schränkten die Visavergabe an Iraner ein und unterstützten UN-Resolutionen, die den Einsatz von Gewalt zur Öffnung der Straße von Hormus autorisierten.
Washington begrüßte laut Quellen die Beteiligung der VAE an der Kampagne „stillschweigend“ und wertete sie als Kurswechsel hin zur Eindämmung des iranischen Regimes. Amerikanische Beamte, darunter der Pressesprecher des Pentagons, haben sich jedoch mit einer direkten Stellungnahme dazu zurückgehalten. Abu Dhabi bekräftigte zwar sein Recht, auf feindselige Handlungen zu reagieren, äußert sich aber nicht direkt zu seiner Rolle in dem Konflikt.
Die Washington Post berichtete zuvor, dass der Iran 15 amerikanische Einrichtungen im Nahen Osten beschädigt habe. Es gab auch Berichte über eine Beteiligung Israels, das angeblich einen geheimen Stützpunkt im Irak errichtet habe, um Luftangriffe gegen den Iran zu unterstützen.















